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Samstag, 15. November 2014

Ebola-Angst: US-Krankenschwesten streiken


n 15 US-Bundesstaaten haben Krankenschwestern und Pfleger wegen eines in ihren Augen mangelnden Schutzes gegen Ebola gestreikt. In Westafrika steigt die Zahl der Ebola-Toten weiter an.
Nach Angaben der Gewerkschaft "National Nurse Union" beteiligten sich rund 100.000 Schwestern und Pfleger an Streiks und anderen Protestaktionen. Auch vor dem Weißen Haus in Washington demonstrierte eine Gruppe Krankenschwestern.
Die Pflegekräfte fordern vor allem bessere Schutzkleidung und bessere Gesichtsmasken bei der Behandlung von Ebola-Patienten. "Wir brauchen eine viel effektivere Ausrüstung für Ebola und für andere Epidemien, die es sicher geben wird", sagte Gewerkschaftssprecher Charles Idelson der Nachrichtenagentur dpa.
USA wieder Ebola-frei
Der Protestaktionen kamen etwas verspätet, denn seit Mitttwoch sind die USA wieder Ebola-frei. Ein New Yoker Arzt, der sich bei einem Hilfseinsatz in Westafrika mit Ebola infiziert hatte, hat die Krankheit überwunden.
Als aber Anfang Oktober der US-weit erste Ebola-Fall im Bundesstaat Texas auftrat, wirkten die Gesundheitsbehörden und Klinikleitungen nicht nur in den Augen der Pflegerinnen und Pfleger überfordert. Bei der Pflege des inzwischen verstorbenen Ebola-Patienten steckten sich zwei Krankenschwestern an. Inzwischen sind sie wieder gesund.
Mehr als 5000 Tote
Die Zahl der Todesopfer der in Westafrika wütenden Ebola-Epidemie ist auf über 5000 gestiegen. Insgesamt gebe es seit Bekanntwerden des Ausbruchs der Ebola-Seuche im März 14.098 bestätigte Ebola-Infektionen und 5160 Todesfälle, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit. Es gebe jedoch Anzeichen dafür, dass die Zahl neuer Fälle in Guinea und Liberia landesweit nicht mehr steige. In Sierra Leone hingegen sei weiterhin eine "starke Zunahme" der Krankheitsfälle zu verzeichnen, teilte die Organisation mit.
Da viele Fälle nicht den Behörden gemeldet werden, gehen Experten davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer von Infizierten und Gestorbenen gibt. Liberia ist das von der Epidemie am schlimmsten betroffene Land. Etwa die Hälfte der Krankheitsfälle und Opfer entfallen laut WHO auf den kleinen westafrikanischen Staat.
Sorge in Mali
Auch aus dem weiter nördlich liegenden Mali wurden zwei neue Ebola-Todesfälle gemeldet. Dort wächst die Sorge vor einer Ausbreitung der Seuche. Die Regierung hatte erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben, das Land sei nach nur einem Todesfall wieder völlig Ebola-frei.
Die Behörden stellten zahlreiche Menschen unter Quarantäne, die in Kontakt mit einem am Dienstag verstorbenen Krankenpfleger gekommen waren. Der 25-Jährige hat in einer Privatklinik in der Hauptstadt Bamako gearbeitet. Dort steht auch ein Arzt im Verdacht, sich mit der Seuche infiziert zu haben. Der Pfleger sei am Dienstag positiv auf Ebola getestet worden und noch am Abend verstorben, teilte die Regierung mit. Alle notwendigen Schritte seien eingeleitet worden. Einen Zusammenhang zum ersten Ebola-Todesfall in Mali vom Oktober gebe es nicht. Mali hat eine 800 Kilometer lange Grenze mit Guinea.
wl/cr/haz (dpa, afp, rtr)

Guineer werden Ebola-Medikamente testen

FILE - In this file photo taken on Tuesday, Oct. 21, 2014, a healthcare worker in protective gear sprays disinfectant around the house of a person suspected to have the Ebola virus in Port Loko Community, situated on the outskirts of Freetown, Sierra Leone. Sierra Leone's chief medical officer says another one of the country's doctors has tested positive for Ebola. Dr. Martin Salia, a specialist surgeon at a major hospital in the capital of Freetown, is the sixth Sierra Leonean doctor to become infected in this outbreak. (AP Photo/Michael Duff, File)
Nicht zugelassene Ebola-Medikamente sollen an Patienten in Guinea erprobt werden. Die freiwilligen klinischen Tests würden Anfang Dezember in drei Ebola-Stationen des westafrikanischen Landes beginnen, kündigte die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Donnerstag in Genf an.

Erste Ergebnisse sollen bis spätestens März kommenden Jahres vorliegen. Getestet werden zwei verschiedene Wirkstoffe (Brincidofovir und Favipiravir) sowie die Antikörper-Behandlung mit Blut und Plasma von genesenen Patienten. Es bestehe die Hoffnung, die Überlebensrate innerhalb von 14 Tagen deutlich erhöhen zu können, sagte die Ebola-Koordinatorin von MSF, Annick Antierens.

Ausreichende Mengeä

Wenn die Versuche erfolgreich verlaufen, werde das betreffende Medikament ohne Unterbrechung auch anderen Patienten an anderen Orten verabreicht, sagte Antierens. Es seien Medikamente ausgewählt worden, die in ausreichenden Mengen zur Verfügung stünden.

Antierens lobte die unbürokratische Zusammenarbeit unterschiedlichster Akteure, um die Tests möglich zu machen. An den Tests sind internationale Forschungsinstitutionen sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beteiligt. (sda)

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Wiener Bäckerei Prindl ist pleite


Wien. Der Betrieb läuft vorerst weiter, was nicht zuletzt Nachtschwärmer freuen dürfte: Das Geschäft am Gaußplatz in Wien-Brigittenau, in unmittelbarer Nähe zum Augarten, ist vor allem für seine durchgehenden Öffnungszeiten bekannt.
Sanierung gescheitert
Die Insolvenzursachen liegen laut Verband Creditreform in der gescheiterten Sanierung nach den ersten finanziellen Turbulenzen. 2013 wurde ein Sanierungsplan mit einer 25-prozentigen Quote abgeschlossen, der sich als nicht erfüllbar herausgestellt hat, da die Umsätze hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, hieß es.
Insgesamt sind 45 Dienstnehmer und mehr als 19 Gläubiger betroffen. Die Passiva haben im alten Insolvenzverfahren rund 1,8 Mio. Euro betragen.
Bekannt ist die Bäckerei bereits seit vielen Jahren nicht zuletzt durch ein rund um die Uhr geöffnetes Geschäft. Schon Anfang der 90er-Jahre stellte sich das Unternehmen damit als "Rebell" gegen die starren Öffnungszeiten in die Auslage. Dafür wurden bereits damals Strafen in Höhe von mehreren Millionen Schilling verhängt.

Australien und USA verschärfen Ebola-Regeln

Sydney/Washington - Australien hat angesichts der Ebola-Epidemie seine Sicherheitsvorkehrungen weiter verschärft.
Als erstes westliches Land will die Regierung in Canberra vorübergehend keine Visa für Reisende aus den drei vom Ausbruch der Seuche betroffenen westafrikanischen Ländern mehr ausstellen. Einwanderungsminister Scott Morrison sagte, dass Anträge aus Guinea, Sierra Leone und Liberia nicht mehr bearbeitet würden. Menschen mit einem Dauervisum sollten 21 Tage unter Quarantäne gestellt werden, bevor ihnen die Einreise nach Australien erlaubt werde. Bislang hat sich in Australien niemand mit Ebola angesteckt. Die Weltgesundheitsbehörde WHO teilte am Dienstag mit, dass in dem westafrikanischen Land Mali derzeit 82 Personen überwacht werden, die unter Verdacht einer Ebola-Infizierung stehen.
Auch die USA verhängten weitere Vorsichtsmaßnahmen. Die US-Regierung ordnete an, dass Soldaten, die aus Ebola-Gebieten zurückkehren, zunächst isoliert werden. Auch verschiedene US-Bundesstaaten haben Zwangsquarantäne für Helfer angeordnet, die aus Einsätzen in den westafrikanischen Ebola-Gebieten nach Hause kommen. Die Armee habe ein Dutzend Soldaten nach ihrer Rückkehr auf den Stützpunkt in Vicenza in Italien isoliert, teilte ein Armeesprecher mit. Darunter sei auch General Darryl Williams, der Befehlshaber der US-Armee für Afrika, der den Aufbau der Hilfsmission in den Ebola-Gebieten überwacht hatte. Williams versicherte Reuters in einem Telefongespräch, dass sich die italienische Bevölkerung keine Sorgen machen müssten. Die betroffenen Soldaten würde nicht durch Vicenza laufen, so dass es keinen Kontakt gebe. Nach Aufbau der Mission in Westafrika sollen bis zu 4000 US-Soldaten in der Ebola-Region zum Einsatz kommen.
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon kritisierte die Restriktionen. Damit würden vor allem die Helfer besonders belastet, sagte ein Sprecher in New York. Die Zwangsisolierung ist auch in den USA umstritten.
 Workers make protective clothing at a factory of Lakeland Industries in Weifang, Shandong province, October 28, 2014.
In Deutschland müssen sich zurückkehrende Helfer nach Auskunft des Gesundheitsministeriums beim Gesundheitsamt melden. Dieses könne Beschränkungen der beruflichen Tätigkeit anordnen. Möglicherweise könnte es da aber auch Änderungen in der Zukunft geben: "Die zuständigen Bundesländer erarbeiten derzeit zusammen mit den Hilfsorganisationen und unterstützt durch das Robert Koch-Institut eine Handreichung zum Umgang mit Rückkehrern aus den betroffenen Gebieten", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Dies könne auch als Orientierungshilfe für die örtlichen Gesundheitsbehörden der Bundesländer dienen. In Deutschland sind die Bundesländer für das Infektionsschutzgesetz verantwortlich.
Die Viruserkrankung Ebola, an der in Westafrika bislang etwa 5000 Menschen gestorben sind, hat eine Inkubationszeit bis zu 21 Tagen. Während dieser Zeit kann ein Infizierter keine anderen Menschen anstecken. Gibt es Symptome wie Fieber oder Erbrechen, ist eine Übertragung über Körperflüssigkeiten möglich.

200 tote Vögel im Koffer - Familie wollte sie essen

Traurig: Die toten Singvögel, die am Münchner Flughafen sichergestellt wurden.
Gruselfund beim Münchner Zoll: Ein Italiener schmuggelte in seinem Koffer 200 tote Vögel. Es handelt sich um Feldlerchen und Wiesenpieper. Die Vogelleichen hatte der Mann in Plastikbeutel verpackt.
Wie ein Sprecher des Zollamtes am Mittwoch mitteilte, gab der 65-jährige Mann an, die Singvögel in Rumänien getötet zu haben. Er gehe der Vogel-Jagd als Hobby nach. Die erlegten Vögel habe er mit in seine Heimat nehmen wollen, um sie mit seiner Familie zu essen.
Da wildlebende Vögel in der EU geschützt sind, beschlagnahmten die Beamten die toten Tiere und leiteten ein Strafverfahren ein. Dem Mann droht eine Geldstrafe von mehr als 1000 Euro.

Weiter Suche nach Studenten in Mexiko

Forensiker bei der ArbeitAuf der Suche nach Dutzenden verschleppter Studenten im Südwesten von Mexiko haben Forensiker ein Gelände in der Nähe einer Mülldeponie durchsucht. Es gebe Zeugenaussagen, dass die jungen Leute an diese Stelle bei der Ortschaft Cocula im Bundesstaat Guerrero gebracht worden seien, sagte Generalstaatsanwalt Jesus Murillo Karam am Dienstag. An den Ermittlungen seien Tausende Beamte beteiligt.
Die Studenten waren vor einem Monat nach Auseinandersetzungen mit der Polizei in der Stadt Iguala verschleppt und später Mitgliedern der kriminellen Organisation "Guerreros Unidos" übergeben worden. Bisher ist ihr Schicksal völlig unklar. Nach Hinweisen mutmaßlicher Bandenmitglieder wurden bei Cocula Leichenteile entdeckt, hieß es aus Ermittlerkreisen.
Unterdessen kündigte Innenminister Miguel Angel Osorio Chong einen Sicherheitsplan für die Unruheregion an. In 17 Ortschaften der sogenannten Tierra Caliente im Norden von Guerrero würden Regionalkommandos der Sicherheitskräfte eingerichtet, sagte er nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts. Der Bundesstaat ist die gefährlichste Region Mexikos.
Derzeit sind 10.000 Bundespolizisten in Guerrero im Einsatz. Der Fall Iguala hatte die engen Kontakte der örtlichen Polizeieinheiten mit Gruppen des organisierten Verbrechens offen gelegt. Alle Polizeibeamten des Bundesstaats sollen nun überprüft werden.
Die US-Regierung zeigte sich besorgt über die Situation. "Die Berichte über die Lage sind offensichtlich sehr beunruhigend", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest. Die mexikanische Bischofskonferenz forderte die Sicherheitskräfte auf, ihre Bemühungen zu verdoppeln, um die Vermissten zu finden.
Nach Angaben von Opfervertretern empfängt Präsident Enrique Pena Nieto am Mittwoch Familienmitglieder der verschleppten Studenten. Die Angehörigen würden Antworten verlangen und eine schnelle Lösung fordern, sagte der Sprecher der Gruppe, Felipe de la Cruz, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Das Präsidialamt bestätigte das Treffen zunächst nicht.

14-jähriger St. Pöltner unter Terrorismusverdacht

Die Polizei nahm den Jugendlichen in GewahrsamDie Staatsanwaltschaft St. Pölten und das Landesamt für Verfassungsschutz (LV) ermitteln wegen des Verdachts der Teilnahme an einer terroristischen Vereinigung gegen einen 14-Jährigen. Der mutmaßliche Jihadist war Dienstagnachmittag nach Hinweisen in der NÖ Landeshauptstadt festgenommen worden. Er ist in der dortigen Justizanstalt in Haft.
In dem Fall wurden am Mittwoch erste Details bekannt. Der Jugendliche soll sich u.a. im Internet kundig gemacht haben, wie man unkonventionelle Sprengvorrichtungen bauen könne. Selbige hätte er in größeren Menschenmengen zünden wollen, teilte die Landespolizeidirektion NÖ in einer Aussendung mit. Diesbezüglich hat er sich den laufenden intensiven Ermittlungen zufolge auch mit dem Westbahnhof in Wien auseinandergesetzt.
Eigenen Angaben zufolge hatte der 14-Jährige noch keine Sprengvorrichtung gebaut. Er habe jedoch bereits "konkrete Erkundigungen über den Kauf der dazu benötigten Gegenstände durchgeführt", so die Ermittler.
An ein Selbstmordattentat habe der 14-Jährige nicht gedacht. Der in der niederösterreichischen Landeshauptstadt wohnhafte Jugendliche soll vorgehabt haben, nach Syrien auszureisen und sich dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen. Das habe er auch offen geäußert. Der Tatverdächtige ist ein seit zumindest acht Jahren in Österreich lebender türkischer Staatsbürger.
Die Ermittlungen gegen den Jugendlichen liefen laut Polizei seit Anfang Oktober. Es war bekannt geworden, dass sich der Bursche zunehmend durch Aussagen und Verhaltensweisen radikalisiere. Die Staatsanwaltschaft hat beim Landesgericht St. Pölten einen Antrag auf Verhängung der U-Haft über den Beschuldigten gestellt.

Dienstag, 13. Mai 2014

Blackberry kämpft mit Billig-Smartphone um Zukunft

Der angeschlagene BlackBerry-Konzern will mit einem Billig-Smartphone seinen Niedergang aufhalten. Das am Dienstag in der indonesischen Hauptstadt Jakarta vorgestellte Modell Z3 soll neue Kunden insbesondere in Schwellenländern anlocken und zum Rettungsanker werden.





Z3 soll neue Kunden anlockenBlackberry kämpft mit Billig-Smartphone um Zukunft

"Wenn der Markt dieses Produkt nicht gut annimmt, müssen wir ganz klar mit ein paar negativen Folgen fertig werden", räumte Konzernchef John Chen ein. Das neue Gerät zum Preis von unter 200 Dollar (145 Euro) ist das erste Modell, das Chen seit seinem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres auf den Markt bringt. Von dem Premium-Modell Blackberry 10 hatten sich viele Kunden enttäuscht gezeigt.
Um den übermächtig gewordenen Rivalen Apple und Samsung die Stirn bieten zu können, holte Blackberry beim Z3 den Apple-Zulieferer Foxconn mit an Bord. Der kanadische Konzern hat rapide Marktanteile verloren. Der einstige Smartphone-Pionier versucht nun von der Verunsicherung wegen der NSA-Affäre zu profitieren und will sich stärker als Anbieter für Geschäftskunden aufstellen, für die eine sichere Verschlüsselungstechnik besonders wichtig ist. Nach Verlusten und mehreren Entlassungswellen steht das klassische Geschäft mit den Multifunktionshandys allerdings auf dem Prüfstand.

voestalpine zieht bis 2016 Umstrukturierung durch

Der börsennotierte Technologiekonzern voestalpine krempelt seine Stahlsparte um. Das Konzept zur Neuorganisation ("1166") sieht bis 2016 Einsparungen in Höhe von 320 Mio. Euro vor, bestätigte Konzernsprecher Gerhard Kürner laut "OÖN". Es soll keine Kündigungen geben. Eine Erstinformation an die Belegschaft gab es am Montag.

Stahlsparte zählt rund 10.800 Mitarbeitervoestalpine zieht bis 2016 Umstrukturierung durch

Im Zuge der Straffung der Organisation sollen Doppelgleisigkeiten in der Unternehmensdivision Stahl herausgenommen werden und etwa 20 Steuerungsfunktionen von Forschung, Finanzen, Recht bis Vertrieb auf elf nahezu halbiert werden. Das angestrebte Einsparungsziel entspricht 35 Prozent der konzernweit geplanten Einsparungen von 900 Mio. Euro, welche voestalpine-Chef Wolfgang Eder bei der Bilanzpressekonferenz im März angekündigt hatte. Die Stahlsparte zählt rund 10.800 Mitarbeiter und stellt rund ein Drittel des Gesamtumsatzes des Konzerns.
Der Umsatzanteil soll auch im Jahr 2020 noch so hoch sein. Bis dahin will die voestalpine ihre Verkaufserlöse von zuletzt rund 11 Mrd. auf 20 Mrd. Euro fast verdoppeln. Der Umsatz der Stahldivision soll dabei - in einem schrumpfenden Markt - von 4 auf 6 Mrd. Euro steigen. In Europa gibt es Überkapazitäten - der Markt für Stahlprodukte stagniert. Kaum ein Stahlerzeuger schreibt schwarze Zahlen.

Ungewissheit um Eybl-Jobs - Fachhändler erfreut

Nach dem vergangene Woche verkündeten Aus für die Marke Sport Eybl und Sports Experts wittert der heimische Sportfachhandel seine "große Chance". Für die rund 1.900 Mitarbeiter von Sport Eybl/Sports Experts ist hingegen nicht klar, wie sich der Umbau zur Diskontermarke Sports Direct auf die Beschäftigtenzahl auswirken wird.

Chance für die KonkurrenzUngewissheit um Eybl-Jobs - Fachhändler erfreut

Nachdem der britische Eigentümer sich seit der Eybl-Komplettübernahme Anfang April noch nicht zur Zukunft seiner neuen Österreich-Tochter geäußert hat, ist die Gewerkschaft alarmiert. GPA-Gewerkschafter Manfred Wolf wollte aber auf APA-Anfrage nicht über einen möglichen Jobabbau spekulieren: "Die Informationslage ist noch zu dünn."
"Das Verschwinden der Marke Eybl ist leider wirklich keine Überraschung, sondern ein logischer Schritt aus Sicht von Sports Direct, auf die eigene Marke zu setzen und vor allem über den Preis zu punkten", so Sport-2000-Vorstand Holger Schwarting.
"Mit der Umwandlung von Eybl in Sports Direct wird ein etablierter Qualitätsanbieter innerhalb kürzester Zeit durch einen Diskonter ersetzt. Qualitätsorientierte Kunden werden bei der Deckung ihrer Nachfrage nach Alternativen suchen", so Schwarting. Dies sei für den fachhandelsorientierten Einzelhändler "eine große Chance".
Sport 2000 ist eine Fachhändlergemeinschaft mit Sitz im oberösterreichischen Ohlsdorf. 215 Händler mit 351 Geschäften erzielten 2013 österreichweit einen Umsatz von 438 Mio. Euro.

Ungesicherte Therapievideos in JA Mittersteig

Therapievideos, die 2010 in der Justizanstalt Wien-Mittersteig in Margareten aufgenommen wurden, sollen dort ungesichert auf Festplatten gelagert worden sein. "Wir gehen davon aus, dass es sich um kein absichtliches Fehlverhalten gehandelt hat", sagte Christian Timm, Mediensprecher der Vollzugsdirektion, am Dienstag auf APA-Anfrage. Die Aufzeichnungen wurden inzwischen eingestellt.

16 solcher Videos liegen einem Informanten der Wiener Stadtzeitung "Falter" vor, berichtet das Blatt in seiner morgen, Mittwoch, erscheinenden Ausgabe. Bereits seit Freitag habe man laut Timm Kenntnis davon, dass Datenmaterial entfernt wurde, die entsprechenden Laufwerke werden überprüft, eine fehlerhafte IT-Anwendung konnte ausgeschlossen werden. "Es sind dienstrechtliche Konsequenzen geplant, vier Personen kommen in Frage, wobei nicht auszuschließen ist, dass noch weitere Personen Zugang zu den Daten gehabt haben könnten." Die zwei in Verwendung gewesenen Kameras wurden eingezogen und sind nur nach dem Vier-Augenprinzip zugänglich.
Seit 2006 werden in der Anstalt, in der geistig abnorme, aber zurechnungsfähige Rechtsbrecher untergebracht sind, Aufzeichnungen zur Supervision von Psychologen in Ausbildung angefertigt. Ein dreiseitiger Erlass, der von den Therapeuten zur Kenntnis genommen werden muss, regelt das Prozedere mit dem Videomaterial. "Der Fokus liegt auf Datenschutz und therapeutischer Verschwiegenheit", sagte Timm. Der Aspekt der Datensicherheit hat aufgrund des aktuellen Falles dazu geführt, dass man prüft, das System der Aufzeichnung in Zukunft einzustellen. Es wurde zuletzt von zwei der vier Therapeuten in Mittersteig genutzt, wobei die Sitzungen bis zum Ende der Therapie dokumentiert wurden.
"Das Justizministerium hat künftig sicher zu stellen, dass überhaupt keine Therapiegespräche mehr von Insassen in Haft aufgezeichnet werden", forderte in diesem Zusammenhang der Justizsprecher der Grünen, Albert Steinhauser. Die Mitschnitte der Therapiesitzungen wurden jeweils mit dem schriftlichen Einverständnis der Insassen erstellt, sagte Timm - zwei bis drei Insassen wollten zuletzt nicht, dass ihre Sitzungen aufgezeichnet werden. Den Bericht des "Falter", wonach Häftlinge angeben hätten, dass man sie zur Zustimmung einer Aufzeichnung gedrängt hätte, wies der Mediensprecher zurück: "Ich kann diese Behauptungen nicht bestätigen. Es gab seit 2006 keine einzige diesbezügliche Beschwerde."

Philippinische Schwester klebte Baby Mund zu

Ein sechs Tage altes Baby hat auf einer Neugeborenenstation auf den Philippinen so laut geschrien, dass eine Krankenschwester dem Kleinen den Mund zugeklebte. Die entsetzten Eltern veröffentlichten Fotos von ihrem Baby mit den Klebestreifen auf dem Mund und lösten am Dienstag eine Welle der Empörung aus.

"Dies ist Yohannes Noval", schrieb der Vater Ryan Noval zu dem Foto auf Facebook. "Er kann über seine schrecklichen Erlebnisse im Gewahrsam der Kinderschwester nicht berichten - deshalb tun wir es." Die Krankenschwester habe ihnen gesagt, dass ihr Bub ständig geschrien habe und immer etwas essen wollte, deshalb habe sie ihm die Klebestreifen verpasst, sagten die Eltern.
Das Krankenhaus auf der Insel Cebu kündigte eine Untersuchung an, wie die Zeitung "Sun Star Cebu" schrieb. Nach Angaben der Verwaltung werden Klebestreifen verwendet, damit den Babys die Schnuller nicht aus dem Mund fallen. Der Bub war wegen einer Infektion im Krankenhaus.
Ein Vertreter des Gesundheitsministeriums bedauerte den Vorfall, sagte aber gleichzeitig, seinem Ministerium liege bisher keine offizielle Beschwerde vor. Schreien sei für ein Baby der einzige Weg sich auszudrücken, sagte er weiter. "Wenn es Probleme hat, durch die Nase zu atmen und man seinen Mund verschließt, kann es ersticken."

Schweres Erdbeben erschütterte Panama

Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,7 hat Panama erschüttert. Das Zentrum des Bebens in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) lag 85 Kilometer südwestlich der Insel Coiba im Pazifik, wie das Seismologische Institut der Universität von Panama mitteilte. Die US-Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke des Bebens auf 6,8.

Berichte über schwere Schäden lagen nicht vor, wie der Direktor des Zivilschutzes, Arturo Alvarado, im Fernsehsender TVN-2 sagte. Nicaragua war in den vergangenen Wochen von einer ganzen Reihe von Erdbeben erschüttert worden. Auch in Mexiko hatte zuletzt mehrfach die Erde gebebt. Die Region liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

Zwei Tote bei Wohnhaus-Explosion in den USA

Der gewaltsame Tod eines Polizisten und die anschließende Explosion eines Wohnhauses im US-Staat New Hampshire geben den Ermittlern Rätsel auf. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde der Polizist (48) erschossen, als er am Montag (Ortszeit) nach einem Alarmruf wegen eines häuslichen Streits nach dem Rechten sehen wollte. Als mutmaßlicher Schütze gelte ein Bewohner des Hauses.

Später musste sich ein weiterer Polizist wegen Schüssen aus dem Gebäude zurückziehen. "Weitere Beamten trafen ein, kurz danach war das Haus von Flammen umgeben und es explodierte", sagte Staatsanwalt Joseph Foster. Der mutmaßliche Todesschütze sei bei dem Brand ums Leben gekommen.
Die Hintergründe der Tat nahe der 4.500-Einwohner Ortschaft Brentwood waren zunächst unklar. Mehrere TV-Sender zeigten Videos von der Explosion und dem Brand. "Es war schrecklich. Wir hörten Schüsse, es gab eine gewaltige Explosion, dann stand das ganze Haus in Flammen", sagte eine Augenzeugin der Zeitung "Boston Herald". Das Blatt berichtete, der mutmaßliche Todesschütze habe gemeinsam mit seinem Vater zurückgezogen in dem Haus gelebt.

Toter und 50 Verletzte bei Busunfall in England

Bei einem Busunglück im südenglischen Cornwall ist ein Mensch ums Leben gekommen, mehr als 50 weitere Passagiere wurden verletzt. Der Bus sei am Dienstag von einer Schnellstraße abgekommen und in eine Hecke gekracht, teilte die Polizei mit.

Die Fahrgäste sollen größtenteils älter als 60 Jahre gewesen sein. Eine Person war so schwer verletzt, dass ein Rettungsflugzeug sie ins Krankenhaus brachte. Dutzende andere mussten in umliegenden Kliniken behandelt werden.

Nach Flüchtlingstragödie droht Italien der EU

Nach der Flüchtlingstragödie im Mittelmeer mit mindestens 17 Toten und mehreren Vermissten droht Rom mit Konsequenzen, sollte die EU Italien nicht aktiver bei der Bekämpfung der illegalen Migration unterstützen. Italien könne nicht allein die ganze Last für den Schutz der Mittelmeer-Grenze tragen, warnte Italiens Innenminister Alfano am Dienstag. Die EU wies die Kritik zurück.

Sie setzen ihr Leben aufs SpielNach Flüchtlingstragödie droht Italien der EU

"Wir danken den italienischen Behörden für ihre Anstrengungen", sagte der Sprecher von EU-Innenkommissarin Malmström in Brüssel. "Aber sie müssen uns auch sagen, was sie konkret von uns erwarten." Die Kommissarin habe den italienischen Behörden im März einen Brief geschickt und um weitere Informationen zur Lage gebeten. Konkrete Antworten stünden aber noch aus.
Aus Sicht der Brüsseler Behörde braucht es keine neuen Beschlüsse, sondern mehr guten Willen zur Aufnahme von Flüchtlingen. Nur elf Länder hätten im vergangenen Jahr etwa 5.000 Menschen aufgenommen. "Wenn jeder Mitgliedsstaat ein paar Tausend Flüchtlinge aufnähme (...), würde das bereits einen großen Unterschied zwischen Leben und Tod machen."
Die italienische Regierung verlangt ein baldiges Treffen der europäischen Verantwortlichen. "Mit unserer Mittelmeer-Mission 'Mare Nostrum' haben wir bereits 20.000 Migranten gerettet", sagte Alfano. "Entweder Europa unterstützt uns dabei, oder wir werden die auf Sizilien gelandeten Flüchtlinge frei in andere europäische Länder ziehen lassen, wie sie es meistens wünschen. Migranten sollen die Möglichkeit haben, politisches Asyl in allen EU-Ländern zu erhalten, nicht nur in Italien".
Laut Alfano muss sich Europa vor allem verstärkt in Libyen engagieren, um die Migrationswelle zu stoppen. Der Innenminister forderte die Verlegung des Sitzes der Grenzschutzagentur Frontex von Warschau nach Italien.
Die Präsidentin der italienischen Abgeordnetenkammer, Laura Boldrini, Ex-Sprecherin des UNO-Flüchtlingswerks UNHCR, warnte, dass das Mittelmeer zu einem "russischen Roulette" für Migranten geworden sei. "Die Rettung der Flüchtlinge ist eine internationale Pflicht. Italien kann nicht immer rechtzeitig eingreifen, um Tragödien dieser Art zu verhindern", so Boldrini.
Populistische Parteien in Italien drängen auf ein sofortiges Ende der Mission "Mare Nostrum" zur Rettung der Flüchtlinge in Meer, dank der seit Oktober Zehntausende Migranten auf dem Meer in Sicherheit gebracht wurden. Die Rettungsaktion würde die Schlepperei über das Mittelmeer nur noch mehr fördern, behauptet unter anderem die Lega Nord. "Statt Geld für die Patrouillierung des Mittelmeeres auszugeben, sollte man in Afrika in die Vorbeugung der illegalen Migration investieren", sagte der Chef der Lega Nord, Matteo Salvini.
Nach dem erneuten Flüchtlingsunglück südlich der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa sind weitere Leichen geborgen worden. Mindestens 17 Menschen seien ums Leben gekommen, teilte die italienische Marine am Dienstag mit. 206 Flüchtlinge seien gerettet worden.
Das Flüchtlingsboot mit rund 400 Menschen an Bord war am Montagmorgen rund 160 Kilometer südlich der Insel und 80 Kilometer vor der libyschen Küste gesunken.

Sechs Syrien-Rückkehrer in Frankreich festgenommen

Bei einem Polizeieinsatz in Frankreich sind sechs mutmaßliche Dschihadisten festgenommen worden, die aus dem Bürgerkriegsland Syrien zurückgekehrt sein sollen. Die Verdächtigen wurden am Dienstag in der Früh im elsässischen Straßburg in Polizeigewahrsam genommen, wie Innenminister Cazeneuve in Paris erklärte.

Das Vorgehen der Behörden zeige, dass die Regierung "vollkommen entschlossen ist, gegen alle Formen des Terrorismus und die Rekrutierung von jungen Menschen für die gewaltsame Radikalisierung zu kämpfen", erklärte Cazeneuve. An der Aktion waren demnach Polizisten der Eliteeinheit Raid beteiligt.
Die französische Regierung hatte Ende April einen Aktionsplan gegen Islamisten vorgelegt, mit dem vor allem verhindert werden soll, dass junge Menschen in den Bürgerkrieg in Syrien ziehen. Laut informierten Kreisen sind seit Beginn des Bürgerkriegs insgesamt rund 780 Menschen aus Frankreich in das Land gereist, auf dem Weg dorthin oder bereits wieder zurückgekehrt. Knapp 30 Kämpfer aus Frankreich sollen in Syrien getötet worden sein. Anfang Mai sagte Cazeneuve, dass sich derzeit 285 französische Kämpfer in Syrien befänden.

Mindestens 19 Tote bei Bombenanschlag in Somalia

Bei einem Autobombenanschlag in Somalia sind mindestens 19 Menschen getötet worden. Der Sprengsatz sei am Montag in einem belebten Geschäftsviertel in der südlichen Stadt Baidoa gezündet worden, teilte die Afrikanische Union am Dienstag mit. Der Staatenbund verurteilte die Tat als eine "feige Attacke" auf unschuldige Zivilisten. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Die Truppen der AU-Mission in Somalia hatten vor zwei Jahren die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz aus der Stadt vertrieben. Die islamistischen Kämpfer verüben jedoch immer noch regelmäßig Attentate in dem Land. Seit dem Jahr 1991 herrscht in Somalia Bürgerkrieg, eine funktionierende Staatsgewalt gibt es nur stellenweise. Die Al-Shabaab-Miliz kontrollierte jahrelang weite Teile im Zentrum und Süden des nordostafrikanischen Landes, bevor sie von den somalischen Truppen und ihren internationalen Unterstützern zurückgedrängt wurden.

18 Tote bei Selbstmordanschlägen in Bagdad

Auch nach den Parlamentswahlen gibt es keine Anzeichen für eine Entspannung der Lage im Irak. Am Dienstag detonierten in der Hauptstadt Bagdad binnen weniger Stunden zehn Autobomben. Landesweit zählte die Polizei 18 Tote und mehr als 50 Verletzte.

In der Nähe der sunnitischen Enklave Al-Riad unweit der nördlichen Stadt Kirkuk riss ein Selbstmordattentäter vor einem Militärstützpunkt einen Offizier mit in den Tod. Drei weitere Terroristen starben bei einem anschließenden Gefecht.
Männer in Uniformen der irakischen Armee töteten in der Kleinstadt Al-Jussifija südlich von Bagdad drei Brüder, die für eine lokale Bürgerwehr arbeiteten. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Sumeria News erschossen sie auch den Vater der drei Kämpfer.
Die Iraker hatten am 30. April ein neues Parlament gewählt. Das amtliche Wahlergebnis liegt noch nicht vor. Beobachter in Bagdad erwarten, dass mehrere schiitische Parteien eine Koalition bilden werden, möglicherweise ohne den amtierenden Ministerpräsidenten Maliki. Westliche Regierungen geben auch Maliki die Schuld an der jüngsten Eskalation der Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten.

Harter Gasstreit zwischen Moskau und Kiew

Am Rande des politischen Konflikts verhärten sich auch die Fronten im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Der russische Energiekonzern Gazprom stellte der Ukraine für Gaslieferungen im Juni 1,66 Mrd. Dollar in Rechnung. Der ukrainische Versorger Naftogaz sei aufgefordert worden, die Summe bis 2. Juni zu überweisen, sagte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprianow.

Ukraine dürfte kaum über den Winter kommenHarter Gasstreit zwischen Moskau und Kiew

Die von der Pleite bedrohte Ukraine erhielt jahrelang verbilligtes Gas aus dem Nachbarland. Nach dem Sturz des prorussischen Präsidenten Janukowitsch im Februar hat Moskau die Rabatte aber gestrichen und verlangt nun den vollen Preis. Kiew muss für russisches Gas inzwischen europaweit einen der höchsten Preise zahlen. Die Übergangsregierung weigert sich bisher zu zahlen. Nach Gazprom-Angaben steht die Ukraine inzwischen mit mehr als 3,5 Milliarden Dollar bei dem Konzern in der Kreide.
Bei einer Drosselung der Lieferungen an die Ukraine wäre auch die Gasversorgung für viele EU-Staaten in Gefahr. Vertreter von der Europäischen Union, Russland und der Ukraine trafen sich am Montag in Brüssel, um ein neues trilaterales Spitzentreffen mit EU-Energiekommissar Oettinger zur Beilegung der Gasstreits vorzubereiten. Das Expertengespräch habe Hindernisse ausräumen können, sagte Oettingers Sprecherin im Anschluss. Datum und Ort des Treffens nannte sie jedoch nicht. Nach russischen Angaben könnte das Treffen am 16. Mai in Athen stattfinden.
Oettinger hatte sich erstmals Anfang Mai mit dem russischen Energieminister Nowak und dessen ukrainischen Kollegen Prodan getroffen, um über den Konflikt zu beraten. Er will bis Ende des Monats eine einvernehmliche Lösung finden.
Die Ukraine hat nach Einschätzung Gazprom zu wenig Gasvorräte, um problemlos über den nächsten Winter zu kommen. Das Land brauche insgesamt 18,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas in seinen Speichern, habe derzeit aber nur die Hälfte, sagte der stellvertretende Gazprom-Chef Witali Markelow am Dienstag.
Die Ukraine will eine Änderung des 2009 geschlossenen Vertrages, der die Abnahme einer festen Menge zu einem Preis von 485 Dollar je Kubikmeter vorsieht. Russland senkte diesen Preis vorübergehend, als der damalige ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch von einem Assoziierungsabkommen mit der EU abrückte, hob ihn nach Janukowitschs Sturz aber wieder an. Die Gaslieferungen an die anderen europäischen Abnehmer über den Transit durch die Ukraine sind nach den Worten eines Gazprom-Managers nach wie vor stabil.